Langschläfer leben länger

Veröffentlicht am 11. Mai 2010 von admin | 3 Kommentare

Überall kann man lesen, welche Schlafzeit für den Organismus optimal ist. Bei einem Schlaf zwischen sieben und acht Stunden sollen wir Experten zufolge am erholtesten sein und fit in den Tag starten können; alles, was darüber hinausgeht, soll schädlich für uns sein. Tatsächlich belegen aber einige Studien, dass eine zu kurze Schlafdauer für den Bereich Anti-Aging alles andere als förderlich ist. Langschläfer sind nämlich nicht nur weniger anfällig für Stress, sondern leben auch länger als diejenigen, bei denen der Schlaf zu kurz kommt.

Während diese Tatsache aus dem Tierreich schon lange bekannt ist, gibt es unter den Menschen immer noch viele, die sich gegen diese Fakten wehren. Dabei haben Tiere, die den Großteil ihres Lebens damit verbringen, zu schlafen oder zu dösen, eine längere Lebenserwartung. Katzen zum Beispiel können fast doppelt so alt werden wie Hunde, die als aktiver gelten. Auch Säugetiere, die regelmäßig Winterschlaf halten, tun viel für den Bereich Anti-Aging; sie gehen stressfreier durchs Leben und dürfen sich darüber hinaus auf ein längeres Leben freuen.

Konkrete Beispiele aus Untersuchungen zeigen, dass die Maus, welche das ganze Jahr über aktiv ist, eine Lebenserwartung von nur drei bis vier Jahren hat. Fledermäuse, die regelmäßig Winterschlaf halten, werden hingegen fast 30 Jahre alt. Der Gesundheitswissenschaftler Professor Dr. Peter Axt ist ebenfalls der Meinung, dass sich dieses Phänomen auch auf den Menschen übertragen lässt. In seinem Buch “Vom Glück der Faulheit” beschäftigte er sich mit diesem Thema und zeigt auch anhand verschiedener Untersuchungen, welchen Einfluss chronischer Schlafmangel auf Anti-Aging und die Lebenserwartung haben kann. Er weiß, dass es zahlreiche Untersuchungen gibt, welche belegen, dass nicht nur Alterskrankheiten, zu denen Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht gehören, Menschen, die weniger schlafen, häufiger befallen. Auch Depressionen sowie Konzentrations- und Gedächtnisstörungen können eine negative Folge von Schlafmangel sein.

Einige Forscher der Londoner Westminster-Universität haben den Speichel von Personen, die vor 7:20 Uhr aufstehen mussten, getestet. Dieser zeigte deutlich höhere Werte des Stresshormons Cortisol an als bei den Probanden, die länger schliefen.

Ist das Geheimnis eines langen und gesunden Lebens also im Schlaf zu finden? Wer dem auf den Grund gehen möchte, der findet in dem Buch von Professor Dr. Peter Axt zahlreiche interessante Artikel und Untersuchungen. Darf man dem Experten Glauben schenken, dann gehört in den Bereich Anti-Aging ein langer und gesunder Schlaf, sowie die Vermeidung von Stress. Durch den langen Schlaf können mehr verjüngende Hormone, wie Melatonin und Wachstumshormone, ausgeschüttet werden.

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3 Kommentare »

  1. Die Frage ist doch, wie man Langschläfer definiert. Und letzten Endes ist es doch der Körper, der entscheidet, wie viel Schlaf man braucht. Wenn ich vor 7h20 aufstehen muss, geh ich eben früher ins Bett, sodass ich auf meine Stundenzahl an Schlaf komme. Und wenn ich später aufstehen kann, dann kann ich auch länger wach bleiben. Sicherlich spielt der eigene Biorhythmus eine große Rolle. Man sollte ihn nicht außer Acht lassen. Trotzdem glaube ich, dass man heutzutage selbst für sein Schlaf verantwortlich ist. Auch Zeiten der Schichtarbeit. Ein Körper gewöhnt sich schließlich an vieles, eben auch an Schlafgewohnheiten. Und wenn man sich gut dabei fühlt, warum sollte ich es jetzt des Alterns wegen ändern?

    Kommentar von Martha — 14. Mai 2010 @ 10:46

  2. Gut, dass ich zu den Langschläfern gehöre :) Ein guter Schlaf ist das Beste für meinen Körper.

    Kommentar von heidi — 17. Mai 2010 @ 16:03

  3. Die Frage ist doch, wie man Langschläfer definiert. Und letzten Endes ist es doch der Körper, der entscheidet, wie viel Schlaf man braucht. Wenn ich vor 7h20 aufstehen muss, geh ich eben früher ins Bett, sodass ich auf meine Stundenzahl an Schlaf komme. Und wenn ich später aufstehen kann, dann kann ich auch länger wach bleiben. Sicherlich spielt der eigene Biorhythmus eine große Rolle. Man sollte ihn nicht außer Acht lassen. Trotzdem glaube ich, dass man heutzutage selbst für sein Schlaf verantwortlich ist. Auch Zeiten der Schichtarbeit. Ein Körper gewöhnt sich schließlich an vieles, eben auch an Schlafgewohnheiten. Und wenn man sich gut dabei fühlt, warum sollte ich es jetzt des Alterns wegen ändern?

    Kommentar von searchengineland.com — 20. Mai 2010 @ 09:03

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