Hormon-Ersatz-Therapie – Infos zu Risiken

Eine Hormon-Ersatz-Therapie wird dann angesetzt, wenn der Patient nicht mehr selbst in der Lage ist, ein bestimmtes Hormon herzustellen. Aber auch, wenn das jeweilige Hormon in zu geringen Dosen produziert wird, kann eine Hormon-Ersatz-Therapie Abhilfe verschaffen. Besonders häufig wird diese Form der Behandlung bei Patienten in den Wechseljahren und bei Transsexuellen eingesetzt. Besonders im letzteren Fall wird die Macht der künstlich hergestellten Hormone deutlich. Durch die Gabe einer entsprechend hohen Dosis können mit Hilfe der Substanzen sämtliche sekundäre Geschlechtsmerkmale verändert werden.

Besonders Frauen leiden oft unter den Beschwerden, die die so genannten Wechseljahre mit sich bringen. Nicht nur das Verblühen der eigenen Fruchtbarkeit belastet die Patientinnen, auch Hitzewallungen und Gewebeschwund im Intimbereich gehören zu den Symptomen. In diesem Fall werden im Rahmen der Hormon-Ersatz-Therapie Östrogene und Gestagene verabreicht, um den entstandenen Mangel und die daraus resultierenden Beschwerden zu beseitigen. Die Gabe kann in Form von Tabletten, Cremes oder auch Pflastern erfolgen. Tabletten sind leicht zu dosieren, außerdem kann die Menge jederzeit beliebig verändert werden, bis die Patientin ihr persönliches Gleichgewicht gefunden hat. Allerdings müssen die Pillen täglich genommen werden, eine Unterbrechung bringt den Hormonhaushalt des Körpers völlig auseinander und verschlimmert das Problem noch zusätzlich. Pflaster und Cremes können dagegen besonders bei lokal eingrenzbaren Beschwerden schnelle Abhilfe verschaffen. Allerdings sind sie schwerer zu dosieren, da die Aufnahmefähigkeit der Haut nicht überall am Körper gleich hoch ist.

Risiken der Hormon-Ersatz-Therapie

Wie der Name schon sagt, ist eine Hormon-Ersatz-Therapie keine natürliche Angelegenheit. Es werden keine körpereigenen Hormone zugeführt, sondern im Reagenzglas gezüchtete oder von anderen Lebewesen gewonnene Substanzen verwendet. Für bestimmte Medikamente wird beispielsweise Stutenurin benötigt, der nur unter grausamen Bedingungen produziert werden kann. Die trächtigen Tiere stehen für ein halbes Jahr lang beinahe bewegungslos in einem engen Verschlag und werden absichtlich dehydriert, um den Urin möglichst stark zu konzentrieren. Doch auf für die Patienten selbst birgt eine Hormon-Ersatz-Therapie gefährliche Risiken. Durch die langfristige Einnahme von künstlichen Hormonen wird die Bildung von Krebsgeschwüren positiv beeinflusst. Besonders bei Brustkrebspatientinnen fällt auf, dass diese sich überdurchschnittlich oft einer Hormon-Ersatz-Therapie unterzogen hatten. Auch eine spätere Demenzerkrankung wird durch die Einnahmeder künstlichen Substanzen wahrscheinlicher.

Besonders gefährlich ist die Therapie dann, wenn Unklarheit über die Krankheitsgeschichte des Patienten oder dessen Angehörige besteht. Noch vor wenigen Jahrzehnten war die medizinische Versorgung keineswegs so flächendeckend und allumfassend wie heute. Viele Erbkrankheiten wurden niemals erkannt und die deformierten Gene über mehrere Generationen hinweg weitervererbt. Wird bei einem solchen Patienten nun eine Hormon-Ersatz-Therapie angewandt, so könnte dies verheerende Folgen für dessen Gesundheit haben.

Da einige Anti Aging-Anbieter den Patienten eine Hormon-Ersatz-Therapie empfehlen, haben wir für Sie diese Informationen zusammengestellt, da die Risiken leider oft nicht ausführlich erläutert werden.