In schmutzigen Städten lebt es sich kürzer

Ständig sind Forscher darum bemüht, herauszufinden, welche Dinge das Leben verkürzen oder Menschen schneller altern lassen. Das Thema Anti-Aging ist nach wie vor präsent und beschäftigt zahlreiche Wissenschaftler, Ärzte und Forscher. Nun wollen britische Experten herausgefunden haben, dass die Luftverschmutzung das Leben um bis zu neun Jahre verkürzen kann.

Ein Bericht des House of Commons’ Environmental Audit Committee kommt zu dem Ergebnis, dass Menschen, die dort leben, wo die Luftverschmutzung besonders stark ist, bis zu neun Jahre früher sterben als diejenigen, die in einer Umgebung aufwachsen, in welcher die Luft nicht so stark verschmutzt ist. Gefährlich seien vor allem winzige Partikel, aber auch Kohlenstoff, Sulfat und Staub. All dies ist für die Gesundheit besonders schädlich und kann zu einer Erkrankung der Atemwege führen.

Aktuell läuft Großbritannien Gefahr, alle europäischen Grenzwerte zu überschreiten. Das Land erwartet damit Strafen in einer Höhe von bis zu 300 Millionen Pfund – weitaus schlimmer ist aber, dass die Lebensqualität der Menschen hier erheblich abgenommen hat. Als Hauptverursacher wird der Güterverkehr auf den Straßen angesehen, aber auch Kraftwerke, welche die schädigenden Partikel freisetzen, sind für die Luftverschmutzung verantwortlich.

Laut New Scientist sei eine radikale Veränderung der Verkehrspolitik in Großbritannien erforderlich, um die Grenzwerte einhalten zu können. Allerdings ist hierfür notwendig, dass die Regierung vorgestellte Verkehrskonzepte, die vor allem durch Nachhaltigkeit überzeugen, ernst nimmt. Für Menschen in anderen Ländern gilt, dass diese ihren Wohnort mitbedacht auswählen sollten. Gerade dann, wenn sich Kraftwerke in der Nähe befinden oder der Ort besonders häufig befahren wird, nimmt die Lebensqualität ab.